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Warum ETFs ein Bestandteil jeder Altersvorsorge sein sollten

Versetze dich mal 30-40 Jahre in die Zukunft. Wo siehst du dich? Eventuell hast du gerade folgendes Bild vor Augen:

Du befindest dich in deinem wohlverdienten Ruhestand, beziehst Rente und machst das, worauf du im Leben Lust hast. Eventuell liegst du am Strand, spielst Golf oder sitzt im Garten mit deiner Familie.

Foto Paar Altersvorsorge Caprio ETF

Dessen ungeachtet solltest du auch jetzt schon das tun, was du willst und eine Arbeitsstelle haben, die dir Freude bereitet – getreu dem Zitat von Konfuzius (551 – 479 v. Chr.):

„Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

Nun aber zurück zum finanziellen Inhalt unseres Gedankenspiels:

„…du beziehst Rente…“

Für Arbeitnehmer sieht das folgendermaßen aus: Man spart während seines Arbeitslebens einen Teil seines Bruttoeinkommens (in 2021 maximal 18,6 Prozent bei der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze von 7.100.- €) und bekommt dann ab Rentenbeginn eine lebenslange Rente ausbezahlt. Hier spricht man von der gesetzlichen Rentenversicherung. Von diesem staatlichen Rentensystem kannst du dich als Arbeitnehmer nicht befreien lassen, dir bleibt keine andere Wahl, als diesen Beitrag zu zahlen.

Bei einem Bruttogehalt von 3.836,70.- € entspricht das einem monatlichen Beitrag von 701,84.- €. Das Gute dabei ist, dass du die Summe nur zur Hälfte bezahlst. Die andere Hälfte bezahlt dein Arbeitgeber als zusätzliche Sozialabgaben.

Was kann man aber von der gesetzlichen Rente erwarten?

Im Jahr 2021 bekommt ein Arbeitnehmer 47,5 Prozent seines Einkommens. (Quelle: FAQs – Rentenniveau – Deutsche Rentenversicherung )

So viel zur Theorie. In der Praxis sinkt die gesetzliche Rente allerdings jährlich immer weiter, so dass ein Rentner in der Zukunft weniger Rente herausbekommt. Die Gründe sind nachvollziehbar: Unsere Gesellschaft wird immer älter und die Geburtenrate sinkt. Als Folge müssen immer weniger Erwerbstätige mit den Rentenversicherungsbeiträgen die aktuellen Renten finanzieren.

Es gibt drei potenzielle Folgen: Das Rentenniveau sinkt, wir müssen länger arbeiten und/oder die Beiträge zur Rentenversicherung müssen steigen.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass an allen drei oben genannten „Drehschrauben“ nachjustiert wurde. Auch in der Zukunft werden Anpassungen erfolgen müssen.

Gedankenspiele der CDU findest du dazu hier: CDU denkt über eine Umstrukturierung der Rentenversicherung nach (faz.net). Ein interessanter Aspekt daraus ist der Gedanke, das Rentensystem „langfristig von einem Umlagesystem in ein Mischsystem aus Umlage und Kapitalanlage umzubauen“.

Derzeit liegt in Deutschland ein vollständiges Umlagesystem vor. Dies bedeutet, dass deine Beiträge direkt wieder an Rentner ausbezahlt werden.

Der Staat ist sich bewusst, dass die Rente für viele Bürger nicht ausreicht, um den eigenen Lebensstandard im Alter aufrecht zu erhalten. Daher werden Sparpläne für die Rente auch subventioniert. Getreu dem Motto: Wir haben es euch ja angeboten.

Wir helfen dir gerne, die Möglichkeiten auszuschöpfen!

Gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge, Riesterrente, Rürup-Rente, Fondspolice, Aktienfonds oder Immobilien? Für die private Altersvorsorge gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Welche für dich passend ist, können wir in einem Blogbeitrag leider nicht festhalten. Was wir hier aber festhalten wollen: Solltest du Kapital ansparen, sind Zinsen leider keine Alternative mehr. Wir vertreten die Meinung, dass sogenannte ETFs – Exchange Traded Funds – in allen Sparverträgen ein Bestandteil sein sollten!

Vorneweg drei wesentliche Vorteile von ETFs:

  1. Breite Streuung (Diversifikation)
  2. Langfristig überdurchschnittliche Rendite
  3. Geringe Kosten

Aber was sind eigentlich ETFs und warum sind diese so interessant für die Altersvorsorge?

Ein ETF ist ein passiv verwalteter Investmentfonds. Ziel des ETF ist es, einen Vergleichsindex möglichst genau nachzubilden, das heißt die Fondsgesellschaft kauft die Aktien genau im gleichen Verhältnis ein wie diese Aktien den entsprechenden Aktienindex beeinflussen. Das geschieht durch die Marktkapitalisierung, umgangssprachlich den Börsenwert des Unternehmens.

Ein Beispiel für einen Aktienindex ist der DAX. Der deutsche Aktienindex beinhaltet die 30 größten börsennotierten, deutschen Unternehmen. Aber nicht alle Unternehmen, beeinflussen die Punktzahl des Index gleichermaßen.

Ein Vergleich: Der DAX hat eine Punktzahl von 14.812. Die Punktzahl wird berechnet über die Summe der Marktkapitalisierung der einzelnen Unternehmen. Das bedeutet: Jedes Unternehmen beeinflusst die Punktzahl anhand ihres relativen Anteiles. Der Streubesitz der Aktien multipliziert mit dem derzeitigen Aktienkurs ergibt circa 1.481 Milliarden Euro.

Volkswagen hat eine Marktkapitalisierung von circa 130 Milliarden Euro, also einen relativen Einfluss auf den Gesamtindex von 8,75 %.

Nehmen wir uns den bereits genannten Vorteilen detailliert an:

Vorteil 1: Breite Streuung (Diversifikation)

Möchtest du von der wirtschaftlichen Entwicklung der größten Firmen in Deutschland profitieren, könntest du alle 30 Aktien einzeln kaufen. Dann hättest du aber eine unterschiedliche Gewichtung in deinem Portfolio. Mit einem ETF investierst du auch kleinere Beiträge, dafür breit gestreut. Mit 100.- € kannst du dir zum Beispiel keine Volkswagen Aktie kaufen, da diese derzeit zu hoch gehandelt wird. Investierst du einen ETF auf den DAX, wird das Geld entsprechend der oben gezeigten Gewichtung investiert. Dies bietet dir langfristige Sicherheit.

Vorteil 2: Langfristig überdurchschnittliche Rendite

Je nach ETF wurde eine überdurchschnittliche Rendite erzielt. Natürlich unterliegt die Rendite Schwankungen, weshalb du dir bei Aktien auch immer bewusst machen solltest, wann du das Geld wieder benötigst. Bei der Rente haben wir meistens einige Jahre Zeit! Betrachtet man die durchschnittlichen Renditen der Vergangenheit, konnte bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 8,8 Prozent jährlich erwirtschaftet werden.

Um nicht zu hohe Erwartungen zu wecken, berechnen wir unsere Angebote mit 6 Prozent Rendite pro Jahr – schließlich freuen sich alle, wenn es schlussendlich noch mehr wird!

Vorteil 3: Die Kosten

Ein Investment Fonds kostet dich Geld. Schließlicht kümmert sich das Fondsmanagement um die aktive Anlage deines Geldes. Es werden Aktien gekauft und verkauft und entstehen Transaktionskosten. Diese Kosten bezahlst du indirekt, da die Gebühren aus dem Fondsvermögen entnommen werden. Bei aktiven Aktienfonds oder Vermögensverwalter sind die Kosten schnell bei 1,5 bis 2,5 Prozent im Jahr. Schaue dir daher immer die TER (Total Expense Ratio) des Fonds an. Bei einem ETF fallen nur Transaktionskosten an, wenn sich die Zusammensetzung des Index ändert. Es erfolgt kein aktives Management von Seiten der Fondsgesellschaft. Dies spart erhebliche Kosten, weshalb ein ETF deutlich geringere Verwaltungskosten verlangt. Ein Investment in einen ETF auf den DAX ist ab jährlichen Kosten von 0,08 Prozent möglich.

Dieser Kostenunterschied wirkt sich langfristig auf deine Rendite aus. Als Folge schaffen es auch nur circa 10 Prozent der aktiven Investmentfonds auf lange Sicht den zu Grunde liegenden Benchmark zu schlagen. Bei der Altersvorsorge gilt daher: Wette nicht, dass dein Berater dir genau die 10 Prozent empfiehlt, sondern gehe auf Nummer sicher.

Zusammengefasst lässt sich festhalten: Zunächst gilt es, die für dich passenden Sparvariante zu finden. Dabei hat jede Möglichkeit seine Einzigartigkeiten und als auch Vor- und Nachteile. Gerne helfen wir dir dabei, für deine Zukunft die richtigen Entscheidungen zu treffen: Beratungstermin vereinbaren – Versicherungsmakler und Finanzmakler – albfinanz GmbH in Reutlingen

Übrigens: Es lassen sich auch Nachhaltigkeitskriterien einbringen. Wie das geht, haben wir bereits in einem anderen Beitrag zusammengefasst: Mit Fonds, ETFs & Co. nachhaltig investieren – Versicherungsmakler und Finanzmakler – albfinanz GmbH in Reutlingen

Weitere allgemeine Informationen rund um das Thema Altersvorsorge findet Sie hier.

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