Mit Fonds, ETFs & Co. nachhaltig investieren

Geld kann gutes tun – werde aktiv und helfe dabei der Welt und insbesondere Dir eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Der Grundgedanke eines Investments ist eine Rendite zu erzielen. Man lässt sein Geld für einen arbeiten, um sich später Träume zu erfüllen, für das Alter vorzusorgen oder ein passives Einkommen zu erzielen.

In der heutigen Zeit rücken dabei soziale Faktoren immer mehr in den Vordergrund. Auch unsere Kunden in Lichtenstein, Reutlingen, Stuttgart oder natürlich Tübingen achten vermehrt auf nachhaltige Investments.

Wir finden es wichtig, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und wollen hiermit einmal die grundsätzlichen Möglichkeiten aufzeigen.

Vornweg hier schon mal eine positive Nachricht: Nein, Du musst dem Kapitalismus nicht alles unterwerfen, um die maximale Rendite zu erzielen – es existieren durchaus Möglichkeiten für sein „späteres Ich“ vorzusorgen und ganz nebenbei noch etwas Gutes zu tun – oder zumindest gewisse soziale Faktoren zu beachten!

Kaum ein Begriff hat sich in dieser Thematik mehr etabliert als die Bezeichnung „Nachhaltigkeit“.

Würden wir hier in unserem Kundenkreis eine Umfrage starten, hätten wir eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Unternehmen – welche nachhaltige Kriterien erfüllen – der Gewinnerzielungsabsicht nicht alles unterordnen. Auch soziale, ethische und ökologische Faktoren werden beachtet. De facto, soll also unter Beachtung einer gewissen Norm das wirtschaftliche Ziel erreicht werden – und eben nicht mit Hilfe aller möglichen Umstände.

Soziale Faktoren sind hier zum Beispiel die Achtung der Menschenrechte, das Verbot von Kinderarbeit oder humane Arbeitsbedingungen. Ethische Faktoren klammern gewisse Branchen komplett aus, wie zum Beispiel die Glücksspielindustrie, die Herstellung von Waffen oder vergleichbare Bereiche. Und Ökologische Faktoren schützen die Umwelt und verändern die Klima Bedingungen positiv (Erneuerbare Energien, Verringerung von CO² etc.).

Beim Vermögensaufbau sind wir klarer Befürworter einer weltweiten Streuung von Sachwerten, da Geldwerte (Tagesgeldkonto, Festgeldkonto, Bausparvertrag etc.) keine bis kaum eine Rendite abwerfen und i.d.R. nicht einmal die Inflation ausgleichen.

Über die angesprochene breite Diversifikation über ein passives Weltportfolio (Umgesetzt durch ETFs, Dimensional Fonds) und zielgerichtete Aktiven Branchen Investments (z.B. Technologie Fonds) lassen sich noch hohe Renditen erzielen.

Hier möchte ich aber wieder auf die grundlegende Thematik meines Beitrags zurückkommen: Das Thema der Nachhaltigkeit.

Die Vielzahl der unterschiedlichen Definitionen und Deine subjektive Meinung über das Thema machen es hier für Dich als Privatinvestor natürlich schwierig die Anlagepolitik transparent nachzuvollziehen.

Es entwickelten sich aber zwei Kriterien, die dennoch zu einem allgemeinen Gleichverständnis geführt haben:

Die sogenannten ESG Investments legen Wert auf Faktoren der Bereiche Environmental, Social, Governance – also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Einen noch engeren Ausschluss bieten sogenannte SRI Investments „Sozial verantwortliche Produkte“, die ein Engagement in Unternehmen mit den Besten ESG-Bewertungen in jedem Sektor ermöglichen.

  • Ausschlusskriterien ESG: Zivile Schusswaffen, kontroverse Waffen, Atomwaffen, Ölsand, thermische Kohle, Tabak, Unternehmen, welche die UN Global Compact-Prinzipien verletzen.
  • Ausschlusskriterien SRI: Alkohol, Erwachsenenunterhalten (Pornographie), zivile Schusswaffen, kontroverse Waffen, konventionelle Waffen, Glücksspiel, Genetisch veränderte Organismen, Atomwaffen, Kernkraft, thermische Kohle, Tabak, Unternehmen, welche die UN Global Compact-Prinzipien verletzen.

Nachfolgende Tabelle verdeutlicht wie sich, am Beispiel des MSCI World (Weltindex der größten Unternehmen der Industrieländer), die Anzahl der Unternehmen durch die verstärkten sozialen Faktoren reduziert. 

 

(Quelle: https://www.ishares.com/de/professionelle-anleger/de/trends-und-markte/nachhaltiges-investieren/explore-esg-funds?switchLocale=y&siteEntryPassthrough=true)

Trotzdem zeigt sich eins: Es gibt mittlerweile genügende Möglichkeiten, ethische & soziale Belange in ein Investment mit einspielen zu lassen. Meiner Einschätzung nach, bilden hier Nachhaltigkeit, Rendite und Risikominimierung kein Widerspruch.

Warum? Weil zum einen der Markt Unternehmen abstraft, die grob fahrlässig ethische Aspekte missachten. Daher reduziert sich auch die Anzahl der Unternehmen im MSCI World auch nur auf 1.533 sofern man die ESG-Kriterien anwendet.

Zum anderen hat sich das Verständnis der Menschheit gewandelt. Unternehmen, die ökologische Faktoren beachten, können trotzdem wirtschaftlich arbeiten – weil die Menschen bereit sind eine Zusatzprämie zu bezahlen, wenn die Produktion z.B. BIO ist.

Nachfolgende Grafik unterstreicht hier meine These: In den letzten 12 Monaten, hat der MSCI World eine Rendite von + 3,96 % erzielt. Der MSCI World ESG Screened erzielte sogar eine Rendite von +5,32% (Stand 02.07.2020).

(Quelle: https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00BFNM3J75,IE00B4L5Y983)

Das Thema ist vielschichtig, kompliziert und doch wichtig – aber Versicherungen und Investmentgesellschaften haben hier in den letzten Jahren deutlich nachgebessert und verstärkt nachhaltige Investments und Lösungen etabliert.

Über aktive Brancheninvestments gilt es moderne und nachhaltige Technologien früh zu erkennen und in das eigene Portfolio mit aufzunehmen. Als Beispiel möchte ich hier die zunehmende Bedeutung von Wasserstoff in der Energiewirtschaft zu benennen und weiter beobachten. Hier hat die deutsche Bundesregierung im Juli erst eine Förderung in Millionenhöhe zugesagt.

Schlussendlich gibt es also genügend und unterschiedliche Möglichkeiten, diese Faktoren in Deiner persönlichen Geldanlage entsprechend zu beachten.

In unseren bevorzugten Produkten zur Altersvorsorge sind diese Investments natürlich auch umsetzbar – und nun möchte ich den Artikel beenden mit einer klaren Position:

Wenn Du gewinnbringend Dein Geld für Dich arbeiten lassen willst (Wie bereits anfangs erwähnt – egal ob Du Dir spätere Träume erfüllen willst, für das Alter vorsorgen oder ein passives Einkommen erzielen willst), dann informiere Dich doch einfach mehr über die Thematik – Nachhaltigkeit ist kein muss, die Möglichkeiten es umzusetzen, gebe ich Dir gerne mit an die Hand!

Christoph Bechtle, M. Sc.

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