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Was ändert sich 2026? Steuer, Rente, Krankenkasse & Energie – alle Neuerungen im Überblick

2026 bringt viele Änderungen, die Du im Alltag und im Geldbeutel spüren kannst: höhere Freibeträge, mehr Geld für Familien durch Kindergeld, neue Regeln rund ums Arbeiten im Rentenalter, voraussichtlich steigende Kosten bei Krankenkassen sowie Änderungen bei Energiepreisen, Mobilität und Finanzmarkt-Regeln.

Damit Du nicht erst beim Blick auf die Gehaltsabrechnung oder die Nebenkostenabrechnung überrascht wirst, findest Du hier die wichtigsten Änderungen 2026 für Privatpersonen – verständlich erklärt und mit dem, was Du konkret prüfen solltest.

Die wichtigsten Änderungen 2026 in 60 Sekunden

Der Grundfreibetrag steigt auf 12.348 €, das Kindergeld auf 259 € pro Kind. Die Pendlerpauschale soll 38 Cent ab dem 1. Kilometer betragen. Die Aktivrente soll nach Regelaltersgrenze bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei ermöglichen (unter Bedingungen). Beim Krankenkassen-Zusatzbeitrag wird ein Durchschnitt von 2,9 % erwartet. Das Deutschlandticket kostet 63 €. Beim CO₂-Preis wird für 2026 ein Korridor 55–65 €/t genannt.

Steueränderungen 2026: Grundfreibetrag, Kindergeld, Pendlerpauschale & Pauschalen

Ein zentrales Thema sind die Steueränderungen 2026. Der Grundfreibetrag steigt auf 12.348 Euro. Das bedeutet: Ein größerer Teil Deines Einkommens bleibt steuerfrei, was in vielen Fällen zu einer kleinen, aber spürbaren Entlastung führt.

Auch Familien profitieren: Das Kindergeld 2026 steigt auf 259 Euro pro Kind und Monat. Parallel erhöht sich der Kinderfreibetrag auf 9.756 Euro pro Jahr. Das Finanzamt prüft automatisch, ob Kindergeld oder Freibetrag für Dich günstiger ist – Du musst nichts extra beantragen.

Für Pendler wird es ebenfalls interessanter: Die Pendlerpauschale 2026 soll auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer steigen. Bisher galt dieser Satz erst ab dem 21. Kilometer. Wenn Du regelmäßig fährst, kann das die Werbungskosten deutlich erhöhen – und somit die Steuerlast senken.

Zusätzlich steigen die steuerfreien Pauschalen:
Die Ehrenamtspauschale soll 960 Euro betragen, die Übungsleiterpauschale 3.300 Euro. Wenn Du Dich engagierst, kann das eine gute Möglichkeit sein, Einnahmen steuerfrei zu behalten.

Ein weiterer Punkt betrifft viele im Alltag: Für Speisen in der Gastronomie gilt 2026 wieder 7 % Mehrwertsteuer statt 19 % (Getränke sind davon ausgenommen). Ob Du das als Kunde merkst, hängt davon ab, ob Betriebe die Entlastung weitergeben.

Hinweis zur Digitalisierung: Bei Steuerbescheiden läuft eine schrittweise Umstellung auf digitale Zustellung (z. B. über ELSTER). Wenn Du Papier bevorzugst, solltest Du prüfen, ob Du aktiv widersprechen oder Einstellungen ändern musst.

Rente 2026: Aktivrente und Rentenerhöhung – was ist geplant?

Bei der Rente 2026 ist vor allem die geplante Aktivrente interessant. Wer nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter in einem sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnis arbeitet, soll bis zu 2.000 Euro pro Monat steuerfrei hinzuverdienen können (24.000 Euro im Jahr). Wichtig: Sozialabgaben können trotzdem anfallen – und die Begünstigung ist nach aktueller Planung nicht für alle Beschäftigungsformen gedacht.

Zusätzlich wird eine Rentensteigerung ab Juli 2026 erwartet. Oft ist von rund 3,7 % die Rede – das ist jedoch eine Prognose. Der endgültige Wert wird erst später offiziell festgelegt.

Betriebliche Altersvorsorge 2026: Höchstbetrag und warum das nicht für jeden optimal ist

Durch steigende Rechengrößen verändern sich 2026 die Spielräume in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Genannt wird häufig ein steuerfreier Rahmen von bis zu 676 Euro pro Monat (8.112 Euro pro Jahr). Sozialabgabenfrei bleibt in der Regel nur ein Teil davon.

Das klingt nach „mehr geht immer“, aber in der Praxis gilt: Ob bAV für Dich wirklich optimal ist, hängt stark ab von Arbeitgeberzuschuss, Kostenstruktur, Fonds-/ETF-Auswahl und Deiner späteren Steuer- und Krankenversicherungsbelastung im Ruhestand.

Frühstart-Rente 2026: Altersvorsorge für Kinder – noch nicht final

Unter dem Stichwort Frühstart-Rente 2026 wird ein Modell diskutiert, bei dem der Staat für Schulkinder (6–18 Jahre) monatlich 10 Euro in ein Altersvorsorgedepot einzahlen soll. Da Details und Timing noch nicht endgültig sind, ist der wichtigste Schritt: dranbleiben und bei finaler Umsetzung prüfen, ob Du das sinnvoll mit eigenen Beiträgen ergänzen willst.

Krankenkasse 2026: Zusatzbeitrag, Sozialabgaben und Netto-Effekt

Für viele ist 2026 weniger ein Steuer- als ein Sozialabgaben-Jahr. Steigende Beitragsbemessungsgrenzen führen dazu, dass vor allem Besserverdienende auf einen größeren Teil ihres Einkommens Beiträge zahlen – das kann netto spürbar sein.

Beim Krankenkassenbeitrag 2026 wird ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 2,9 % genannt. Einige Experten rechnen sogar mit einem Durchschnitt über 3 %. Da jede Kasse anders kalkuliert, kann ein Vergleich sinnvoll sein – besonders, wenn Du ohnehin über einen Wechsel nachdenkst.

Arbeit 2026: Mindestlohn, Minijob-Grenze und Entgelttransparenz

Der Mindestlohn 2026 steigt auf 13,90 Euro, die Minijob-Grenze 2026 auf 603 Euro. Das betrifft viele Haushalte direkt – entweder als Arbeitnehmer oder weil sich Nebenjobs in der Familie verändern.

Beim Thema Entgelttransparenz wird es ab Juni 2026 verbindlicher: Gehaltsspannen im Bewerbungsprozess sollen transparenter werden. Die konkreten Pflichten sind gestaffelt und hängen von Unternehmensgrößen ab.

Neobroker & Geldanlage 2026: PFOF-Verbot und was sich für ETF-Sparer ändern kann

Wenn Du ETFs über Neobroker besparst, ist das PFOF-Verbot (Payment for Orderflow) relevant. In Deutschland gibt es eine Übergangsregelung bis zum 30. Juni 2026. Danach müssen manche Broker ihr Modell anpassen. Für Dich kann das bedeuten: andere Handelsplätze, veränderte Gebühren oder Spreads. Ein Grund mehr, 2026 die Konditionen Deines Brokers zu prüfen.

Buy Now Pay Later 2026: Strengere Regeln für Ratenkauf & Kleinkredite

„Buy now, pay later“ (BNPL) wird stärker reguliert. Ab Ende November 2026 sollen strengere Regeln greifen, zum Beispiel zur Kreditwürdigkeitsprüfung und zu klareren Kosteninformationen. Das schützt vor Überschuldung – kann aber auch dazu führen, dass spontane Ratenkäufe nicht mehr so „friktionsfrei“ funktionieren. Bei der albfinanz bieten wir umfassende Beratung zu Privatkrediten an. Ein Vergleich mehrere Banken lohnt sich!

Energie 2026: Strom, Gas und CO₂-Preis – was wird günstiger, was teurer?

Beim Strom wird eine Entlastung erwartet, weil Netzentgelte durch staatliche Maßnahmen sinken können. Ob Du das im eigenen Tarif spürst, hängt davon ab, wie Dein Anbieter die Entlastung weitergibt.

Beim Gas entfällt die Gasspeicherumlage, allerdings steigen in manchen Regionen die Gasnetzentgelte. Dadurch kann die Entlastung teilweise verpuffen. 2026 lohnt sich deshalb ein Tarifvergleich besonders.

Der CO₂-Preis 2026 steigt weiter. Genannt wird ein Preisband von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Das verteuert vor allem Heizen mit Öl/Gas und kann auch Kraftstoffpreise beeinflussen.

Die Grundsteuerreform kann 2026 bei vielen erstmals richtig sichtbar werden, weil Kommunen Hebesätze anpassen und die Effekte in Nebenkostenabrechnungen auftauchen können.

Mobilität 2026: Deutschlandticket Preis, E-Auto-Prämie und Kfz-Steuer

Das Deutschlandticket 2026 kostet 63 Euro pro Monat.

Für E-Autos bleibt die Kfz-Steuerfreiheit attraktiv: E-Autos, die bis Ende 2030 gekauft/zugelassen werden, können bis 2035 steuerfrei bleiben. Zusätzlich wird eine neue E-Auto-Prämie diskutiert (mindestens 3.000 Euro) – Details können je nach Programm variieren.

Auch bei klassischen Autos lohnt sich 2026 der Blick auf die Kfz-Versicherung: Typ- und Regionalklassen ändern sich, wodurch Beiträge steigen oder sinken können. Ein Vergleich spart oft mehr, als man denkt.

Fazit: Diese 3 Checks solltest Du 2026 machen

2026 ist ein Jahr, in dem sich viele kleine Änderungen addieren. Wenn Du aktiv bleiben willst, sind diese Schritte besonders sinnvoll:

  1. Netto-Check: Was kommt real an (Steuern, Krankenkasse, Sozialabgaben)?
  2. Vorsorge-Check: bAV, private Vorsorge, bestehende Renten- oder Riesterverträge prüfen.
  3. Fixkosten-Check: Versicherungen, Energie und Mobilität regelmäßig vergleichen.

Die albfinanz unterstützt Dich dabei unabhängig und strukturiert – damit Du Deine Finanzen 2026 aktiv steuerst.

Melde dich gerne über unsere Homepage oder direkt per Telefon unter 07121 381 1801.

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Dein Team der albfinanz aus Reutlingen

Disclaimer: Allgemeine Infos (Stand 2026). Keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Individuelle Situation kann abweichen.

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